Città di Desenzano del Garda


EINE REISE DURCH DIE GESCHICHTE

Historische Hinweisse

Entdeckungen, die auf die Bronzezeit zurückgehen (2000-1800 v. Chr), erlauben in dem Moränengürtel im Süden des Sees Menschensiedlungen zu stellen, die die sogenannte „Cultura di Polada“ charakterisieren. Zwischen dem I. und II Jahrhundert n. Chr. wurden die Ufer des Gardasees von vielen römischen Wohlhabendern zu landwirsschaftlichem Wohnsitz gewählt. Das bestätigt das 1921 in Desenzano an dem Ort, wo die alte Emiliastraße zwischen Brescia und Verona lief, herausgefundene Landhaus. Während der langobardischen Periode war Desenzano Teil eines Gebiets, das von den Ufern des unteren Sees bis zur Gegend um Mantua ging. Die Pfarrei in Desenzano ist eine der ersten am Gardasee. Am Anfang war sie von Verona abhängig, ging aber 1192 in die Zivilgerichtsbarkeit von Brescia über und 1220 wurde sie Teil des Grundbesitzes der Familie Confalonieri.
Im Jahr 1170 brachte Niceta die katharische Ketzerei hierher. Sirmione und Desenzano, wo auch ein katharischer Theologe und Bischof lebte, wurden zu Mittelpunkt der Verbreitung bis zum Eingriff der Inquisition 1276.
In dem Streit zwischen Guelfen und Gibellinen fanden die letzten Zuflucht in dem Schloss in Desenzano, aber sie wurden am Ende geschlagen.
Ab 1426, unter venezianischer Herrschaft, trat Desenzano in das “Magnifica Patria” ein und wurde zu einem wichtigen Handelszentrum, dank vor allem, seines Weizenmarktes. Auch die Kultur war damals sehr lebendig. Schon 1449 gab es in Desenzano öffentlichen Schulunterricht und um XVI. Jahrhundert wurde eine Akademie gegründet. 
Während des französischen Einfalls vom Cambraibund lehnte Desenzano ab, sich dem Kardinal d’ Amboise zu unterwerfen und stellte sich unter den Schutz von Mantua. Später musste es sich aber vor Luigi XII beugen. 
Vom 1512 bis 1516 folgen Teile von deutschen Truppen aufeinander. Aber das 5 Jahrhundert bescherte auch weitere Unglücksfälle, wie die Ankunft der Landsknechte und die Pest 1567. 
1772 konnte Desenzano nach fast 350 Kriegsjahren die Unabhängigkeit von Salò erzielen. Nach der Jakobinerrevolution 1797, ist Desenzano Sitz vom Benacobezirk (dipartimento del Benaco) geworden.
Mit der Restauration unter dem Reich Lombardo-Venitien wurde Desenzano zur Gemeinde erster Klasse erhoben. 1816 und 1821 wurde es vom dem österreichischen Kaiser Franz I besucht.
Im Jahr 1859 gab es die Schlacht von S. Martino und Solferino (Napoleon der III. und Vittorio Emanuele der II kämpften hier gegen die Österreichisch-Ungarischen Truppen). Bei dieser Gelegenheit wurde von Henri Dunant das Rote Kreuz organisiert, dessen Museum, das einzige in der Welt, sich nicht weit von Desenzano befindet, d.h. in Castiglione delle Stiviere. Damals war Desenzano ein ganz großes Krankenhaus. Sowohl während des ersten als auch während des zweiten Weltkriegs, erlitt Desenzano Bombenangriffe. Infolge des zweiten Konfliktes wurde der 1852 erbaute Bahnviadukt zerstört.

Es ist nicht schwierig für Touristen oder Einheimische, auch in großen Linien, die entscheidenden Momente der Geschichte dieser anmutigen Stadt am Gardasee durchzugehen. Es genügt, Gebäude, Denkmäler oder archäologische Stätten anzusehen, die uns noch heute an das vergangene Leben erinnern.
Wir beginnen unsere Reise am östlichen Tor des alten Dorfes. Am See, wo das Kloster von S. Maria de Senioribus war ,befindet sich das archäologische Museum. Wenn man es besichtigt, kann man auf den Ursprung der Stadt zurückgehen. Das Museum ist nach Giovanni Rambotti benannt worden, dem Gelehrten, der die prähistorische Ansiedlung der Kultur von Polada (2000 v. Chr.) entdeckte. Bei der Betrachtung der in Glaskästen aufbewahrten Fundstücke versteht man, dass die ersten Siedlungen in die Periode zwischen Mittelsteinzeit (800 v. Chr.) und Bronzezeitalter (2000 v. Chr.) zurückreichen. Zu dieser letzten Zeit gehört das wichtigste Fundstück des Museums: der älteste Pflug der Welt. Er geht auf circa 2000 Jahrhundert v. Chr. zurück und wurde in gutem Zustand in der Gegend Lavagnone (südlich von Desenzano) ausgegraben. Das konnte geschehen, weil das Torfmoor in dem es gefunden wurde ohne Sauerstoff ist.
Wenn wir nun, den See entlang, in den westlichen Teil der Stadtmitte gelangen, ist die Besichtigung der Ausgrabrugstätte der römischen Villa ein Muß. Wie gesagt, könnte der Besitzer Decentius der Stadt den Namen gegeben haben. Die Ruinen der Villa, die verschiedene Arbeitsgänge (zwischen Ende des I. Jahrhunderts v.Chr. und Ende des V. Jahrhunderts n.Chr.) hatte, erstrecken sich über einen Hektar. Sie sind die wichtigsten Reste in Norditalien von einer großen alten römischen Villa. Das ist ein ausgedehnter einheitlicher Gebäudekomplex, dessen Wohnräume und die ländlichen Teile sich abwechseln. Die große Villa blickte auf den See. Der See selbst sollte zwar zu der Anordnung der verschiedenen Räume veranlasst haben. Der See konnte aus mehreren Seiten der Villa gesehen, und sie konnte vom See beobachtet werden. Die Hauptwege gingen vom See nach innen und waren orthogonal dem See orientiert. Dann hatte die Ville, ohne Zweifel, auch Ausläufer am See, die aus Hafendämmen, Anlegenplätzen, Kais bestanden. Sehr wahrscheinlich gab es noch Fischweiher für die Fischzucht zur Ausnutzung von allen Möglichkeiten der Seegegend. Wenn man aufmerksam die Mosaikfussboden anschaut, sieht man heidnische Darstellungen aus wunderschönen farbigen Mosaiksteinen von Amoretten als Weinleser oder auf laufenden Bigen; Mänaden und Satyren; Raubtiere, die Wildtiere angreifen, Allegorien der vier Jahreszeiten, ein Mann (Orpheus oder der Gute Hirt) mit einem Hund und einem Schaf in einer bukolischen Landschaft.

Die römische Periode endete mit den germanischen und östlichen Völkerwanderungen, die auch diese Villa zerstörten. Um sich vor den Plünderugen der Ungaren zu schützen, wurde um X. Jahrhundert die Burg gebaut, die hoch gelegen auf der Hügel über dem Hafen und der Umgebung ragt, wo die Grundbauten eines römischen „Castrum“ viereckiger Form lagen. Im Inneren des Komplexes gab es ein kleines Dorf, mit Straßen, Platz, Glockenturm und mit einer dem Heiligen Ambrosius geweihten Kirche. Von dieser Verteidigungsburg bleibt heutzutage nur die Einfriedungsmauer und ein Bau als Kaserne gebraucht, der 1883 errichtet wurde.
Il Porto vecchio 
 
 
 
Wenn man durch via Castello (Burgstrasse) heruntergeht, der schnellste und steilste Weg, der den Ober- mit dem Unterteil der Stadt verbindet, gelangt man zum Hauptplatz von Desenzano: Malvezzi Platz. Hier spricht alles von der Zeit der Venetien-Herschaft. Jahrhunderte lang fand auf diesem Platz, unter streger Aufsicht der Venetier-Behörden, zuerst am Montag, später am Dienstag, der bedeutendste Weizenmarkt der ganzen Lombardei statt. Für die Wirtscaft der Stadt war der mit dem Platz verbundene Hafen sehr wichtig. Der Hafen, heute alter Hafen genannt, wurde am Ende des XV. Jahrhunderts mit riesigen Felsblocken und Steinen realisiert. Später, in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts wurde der Hafen vom Doge Andrea Gritti neu aufgebaut und erweitert. Auf den erstandenen Erdwällen wurden Wohngebäude mit geräumigen Kornlagern errichtet. Der weite befestigte Hafen konnte die Boote der Händler empfangen, die von den nördlichen Seegegenden Öl, Zitronen, Wein, Wollstoff, Eisenwaren nach Desenzano brachten. Sie fuhren dann, mit Getreide beladen, zurück.
 
Südlich vom Hafen, etwa in der Mitte der Lauben, sieht man den schönen unvollendeten Palast des Inspektor mit Blick auf den Hauptplatzt dort, wo via Castello beginnt. Dieses Gebäude zeugt von dem erbitterten Streit zwischen fünf Gemeinden (Desenzano, Rivoltella, Padenghe, Pozzolengo, Bedizzole) und Salò, wo der Venetische Inspektor, den Venedig jede sechzehn Monaten dahin sandte, wohnte. Diese Gemeinden baten öfter zwischen 1532 und 1588 von der Gerichtsbarkeit von Salò befreit zu werden und um einen einigenen Inspektor. Aus diesem Grund bestellte die Gemeinde von Desenzano, die offenbar vertrauensvoll an die Annahme der Anfrage glaubte, dem Architekten Todeschini den Plan für das Behördegebäude und ließ die Bauarbeiten beginnen. Aber der Venetische Senat war dagegen, und so blieb der Palast unvollendet. Es fehlt die dritte Arkade. 
Und noch, während der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts fing man mit dem Bau des „Granarolo“ (Kornkammern) an, mit einem weiten Bogengang, der zwei Seiten der dem Hafen gegenüber stehenden Lagerhäuser umgibt. In seinem oberen Stockwerk sollte das „Casa del Comune“ (Rathaus) Platz finden, aber das wurde nie errichtet. Auch dieser Plan wurde von Architekten Todeschini ausgeführt. Heute befindet sich hier der sogenannte „Palazzo del turismo“ (Fremdenverkehrpalast).
Il Duomo
Die Venetische Herrschaft endete mit dem Eindringen Napoleons im Jahr 1796. Förmlich verfiel sie am 18. März 1797. Am 20. Mai dieses Jahres entferneten die Jakobiner das Standbild der Seligen Angela Merici, das im Mittelpunkt des Hauptplatzes 1782 errichtet wurde. Sie brachten es in die Pfarrkirche. An dessen Stelle auf dem Platz stellten sie den sogenannten „albero della libertà“ (Freiheitsbaum), d.h. einen Pfahl mit dem staatsfarben Frankreichs. Darauf war eine phrygische Mütze, das Symbol der Revolution. Drei Jahre später (1. Mai 1800) wurde das Standbild wiederhergestellt, als die Österreicher das einmal gewesene Venetische Gebiet wieder gewannen.

Unsere kurze Reise endet südlich von Desenzano, in S. Martino, wo die Französen einen großen Tribut an Menschenleben für die Unabhängigkeit unseres Landes auferlegten. Der über 65 m hohe Turm wurde im Jahre 1893 errichtet und erinnert uns heute an den dramatischen 24. Juni 1859.
15 Stunden lang (von 6.00 morgens bis 21.00 abends) stießen sich die Französisch-Piemontesischen und die Österreichischen Armeen aufeinander. Die Schlacht war sehr blutig. Über 25.000 Soldaten starben und 15.000 wurden verletzt. Es wurde auf zwei Seiten gekämpft: die Nördliche um San Martino, wo die Piemonteser, unter der Führung von Vittorio Emanuele II, die Österreichischen Soldaten züruckdrängten. Südlich um die Burg von Solferino, schickte Napoleon III. 4 Divisionen gegen die Armeen von Baraguay D’Hillers und Mac Mahon.
Wenn man heute an einem klaren Sonnentag auf den Turm steigt, bietet sich von oben eine bezaubernde Aussicht. Es scheint, daß sich der See, die Berge ringsum, die Möranenhügeln mit Weingarten und Olivenbäumen und die Ebene mit einer unvergeßlichen Wirkung umarmen.


Traduzione in tedesco fatta dalle alunne della
4°C I.T.C. “L. Bazoli” sotto la guida delle insegnanti Claudia Pipolo e Pia Dusi.

AUTORI
della traduzione
Comune di
Desenzano d/Garda
PROGETTO
ONDE